Schlechte Stimmung? So schützt du dich vor Gefühlsansteckung

Warum du nicht jeden Frust mittragen musst – und wie du gut bei dir bleibst

Kennst du das?

Du kommst gut gelaunt ins Büro oder startest motiviert ins Online-Meeting – und dann sitzt da jemand mit hängenden Schultern, hochgezogenen Brauen und einer Aura von „Alles doof“.
Zehn Minuten später fühlst du dich selbst wie ausgewrungen. Obwohl du gar nichts gemacht hast. Oder?

Doch, hast du – du hast mitgefühlt.
Und genau da liegt der Haken.


Gefühlsansteckung – was ist das eigentlich?

Emotionen sind ansteckend.
Nicht nur Lachen steckt an – auch Unmut, Gereiztheit oder Stress. In einem Team, das eng zusammenarbeitet, passiert das oft ganz automatisch:
Man übernimmt die Stimmung des Gegenübers, ganz ohne es zu wollen.

Fachbegriff: emotionale Ansteckung
Folge: Erschöpfung, Frust, Gereiztheit – obwohl es nicht mal deine eigenen Gefühle sind.


Warum ist das so anstrengend?

Weil unser Gehirn ständig scannt: Wie geht es den anderen? Bin ich sicher? Muss ich mich anpassen?
Wenn jemand in der Nähe permanent gestresst oder negativ drauf ist, fährt dein System automatisch hoch.
Die Folge:

  • Du verlierst den Fokus.
  • Du fühlst dich leer oder gestresst – ohne eigenen Grund.
  • Du hast am Ende des Tages keine Energie mehr für dich selbst.

Und genau deshalb ist es so wichtig, deine emotionalen Grenzen zu schützen.


🛡️ So schützt du dich vor emotionaler Ansteckung:

1. Wahrnehmen statt Mitleiden

Du darfst mitfühlen – aber du musst nicht mitleiden.

Mach dir bewusst: Was gehört zu dir? Was gehört zur anderen Person?

Ein innerer Satz kann helfen:

„Ich sehe deinen Stress – aber ich muss ihn nicht tragen.“

2. Visualisiere deinen „emotionalen Schutzmantel“

Stell dir vor, du hüllst dich morgens in eine Art unsichtbare Hülle – wie ein Mantel, der schützt, ohne dich abzukapseln.
Das klingt vielleicht esoterisch – wirkt aber erstaunlich gut.

3. Schaffe kurze Rückzugsinseln

Ein Gang zur Kaffeemaschine. Ein paar Minuten frische Luft. Kopfhörer rein. Blick aus dem Fenster.

Du darfst kurz raus, um wieder bei dir anzukommen.

4. Grenzen setzen – auch freundlich geht’s

„Ich merke gerade, dass ich dafür gerade nicht aufnahmefähig bin.“
Oder: „Lass uns später weitersprechen, wenn ich den Kopf dafür habe.“
Du bist nicht verantwortlich für die Laune anderer – aber sehr wohl für deine eigene Stabilität.

5. Stimmungs-Reset am Ende des Tages

Nimm dir 2 Minuten Zeit, bevor du in den Feierabend gehst:

  • Was war heute deins – was war übernommen?
  • Was darfst du loslassen?

Ein kurzer gedanklicher Reset oder ein Abendritual hilft, dich wieder zu zentrieren.


Fazit:

Ja, Gefühle sind ansteckend – aber du bist kein Schwamm.
Du darfst fühlen, ohne alles aufzusaugen.
Du darfst empathisch sein, ohne dich zu verausgaben.
Und du darfst dich schützen, ohne dich schuldig zu fühlen.

Denn du brauchst deine Energie für das, was wirklich zählt: Dich.


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Über mich

Ich bin Silke Mekat, Trainerin und Coach für Selbstorganisation, Stressprävention und mentale Gesundheit im Job. Seit vielen Jahren unterstütze ich Unternehmen und ihre Mitarbeitenden dabei, souveräner mit Herausforderungen umzugehen, Klarheit zu gewinnen und gesund leistungsfähig zu bleiben – mit Kopf, Herz und Struktur.
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